Tschaikowskys Streicherserenade als Highlight des Konzerts des Münchner Quintenzirkels im Sophiensaal

Das Jahreskonzert des Akkordeonorchesters “Münchner Quintenzirkel” und des Akkordeonquintetts am 11. November 2018 war in mehrerlei Hinsicht etwas Besonderes: Seit Bestehen des Vereins Münchner Quintenzirkel e. V. hatten wir erstmals den Sophiensaal in der Münchner Maxvorstadt als Veranstaltungsort ausgewählt. Außerdem hatte sich das Orchester unter der Leitung von Max Straußwald mit der Serenade für Streicher in C-Dur op. 48 von Peter Tschaikowsky an ein klassisches Werk herangewagt, das ein Akkordeonorchester durchaus an seine Grenzen bringt.
Waren das gute Entscheidungen? Dazu später…
Zuerst wurde, wie vor jedem Konzert, das Programm noch einmal in der Generalprobe durchgespielt. Das erste Bild zeigt das Quintett unter der Leitung von Martin Costa beim “letzten Feinschliff”.

Dann begann um 16:00 h vor etwa 200 Zuhörern das Konzert mit der Streicherserenade. Das Werk, das Max Straußwald dem Publikum vorab noch erläuterte, nahm die ganze erste Programmhälfte in Anspruch.

Und brachte es uns an unsere Grenzen? In gewisser Weise schon, es hat uns alles abverlangt. Letztlich muss das Publikum entscheiden, das kräftig und anhaltend applaudierte, aber für uns selbst war es eines der beeindruckendsten musikalischen Erlebnisse seit vielen Jahren.
Nach der Pause folgte das Quintett mit der Gotischen Suite von Léon Boellmann, einem Orgelwerk, dessen Klangcharakteristik sich von fünf “großvolumigen” Akkordeons durchaus adäquat abbilden lässt, und der Tarantella von Gavrilin, einem ebenso schnellen wie witzigen Stück aus dem Ballett “Anjuta”.
Den Abschluss bildete dann wieder das Orchester mit zwei Originalwerken für Akkordeon: Der Micro Suite Nr. 3 von Wolfgang Russ-Plötz und dem Divertimento von Fritz Dobler, einem der vielleicht schönsten Akkordeonwerke überhaupt.
Mit dem Tango sentimental von Rudolf Würthner als Zugabe wurde das begeisterte Publikum dann “entlassen”.
Zurück zur Frage der “guten Entscheidungen”: Wir fanden den Sophiensaal in jeder Hinsicht so schön und passend, dass wir ihn für unser nächstes Konzert am 10. November 2019 bereits fest reserviert haben!
Und das eigene Erlebnis und die Rückmeldungen unserer Zuhörer zur Streicherserenade von Tschaikowsky haben uns in unseren “klassischen Ambitionen” nur verstärkt: Im November 2019 wird voraussichtlich die Symphonie Nr. 8 von Franz Schubert (die “Unvollendete”) auf dem Programm stehen!

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