Elfriede Brändl – Ein verspäteter Nachruf

Anfang Oktober trafen sich am Ostfriedhof ehemalige und aktuelle Mitglieder des Orchesters Mückenberger-Quintenz III, um Elfriede Brändl das letzte Geleit zu geben.

Elfriede war über Jahrzehnte eine eifrige Mitspielerin, die das Gesicht des Orchesters sehr geprägt hat: Feiern – egal welcher Art – mussten zelebriert werden, egal ob es sich um kirchliche Feste wie Weihnachten oder Ostern handelte oder um persönliche wie Geburtstage, o.ä.. Feiern waren (fast) so wichtig wie das Musizieren! Zu den Anfangszeiten des Orchesters wurde noch in der Musikschule von Frau Mückenberger geprobt und es war üblich, dass während (oder statt?) der Proben Kaffee getrunken wurde. In dieser Zeit hat sich das Orchester seinen Spitznamen Kaffeklatsch-Orchester erworben, sicher hat Elfriede hier die Hand mit im Spiel/an der Kaffeetasse gehabt.

Foto von Elfriede Brändl

Gerne übernahm Elfriede die Führung, wenn es um Feiern ging, koordinierte das kulinarische Angebot, verteilte anstehende Aufgaben und freute sich selbst am meisten, als wir dann so richtig in Feierlaune kamen. Und wenn dann auch noch jemand musizierte, war Elfriede in ihrem Element!

Leider musste Elfriede aus gesundheitlichen Gründen vor 12 Jahren das Orchesterspiel aufgeben, ihre Augen versagten den Dienst. Sie blieb uns aber eine treue Konzertbesucherin und versäumte keine unserer Veranstaltungen. Und sie nahm immer regen Anteil an dem, was uns aktiven Spielerinnen und Spielern so passierte und begegnete.

Die Musik, besonders das Akkordeonspiel, blieb ihr wichtig und ein Trost, auch wenn sie selbst nicht mehr spielen konnte.

Elfriede, die Zeit mit dir im Orchester war schön! Wir werden dich in lebendiger Erinnerung behalten.

Andrea Taschner

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